Nr. 206-3/04
Rheinland-Pfalz nimmt in der Versorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten im Vergleich der Bundesländer eine Spitzenposition ein, wie Gesundheitsstaatssekretär Richard Auernheimer heute im Sozialpolitischen Ausschuss unterstrich. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigten den von der Landesregierung eingeschlagenen Weg, neben zentralen auch regionale Schlaganfalleinheiten auszuweisen. Die Ausgestaltung des rheinland-pfälzischen Schlaganfallkonzeptes basiere auf Kriterien, die eine Arbeitsgemeinschaft aus Vertreterinnen und Vertretern von Krankenhäusern, Medizinischem Dienst der Krankenversicherung, Krankenkassen und externen Sachverständigen gemeinsam mit dem Ministerium erarbeitet hat.
Das Land verfügt nach Angaben des Staatssekretärs derzeit über sechs zentrale und 13 ausgewiesene regionale Schlaganfalleinheiten mit insgesamt 92 Plätzen. Krankenhäuser mit zentralen Schlaganfalleinheiten haben Hauptfachabteilungen für Neurologie und Innere Medizin. Regionale Schlaganfalleinheiten sind an Krankenhäusern mit zumindest einer Hauptfachabteilung für Innere Medizin angesiedelt, für die ein Neurologe mindestens in Rufbereitschaft stets erreichbar ist. Die regionalen Schlaganfalleinheiten sind über Standleitung mit einer zentralen Einheit verbunden. Die Platzzahlen sollen noch weiter auf mehr als 100 erhöht werden, um die flächendeckende Versorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten weiter zu verbessern, so der Staatssekretär.
Nach Angaben Auernheimers erleiden in Rheinland-Pfalz jährlich etwa 12.000 Menschen einen Schlaganfall. Mit der Einrichtung von Schlaganfalleinheiten, die das Land seit 1997 vorantreibt, werde die Erstversorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten deutlich verbessert. Eine gute Akutversorgung wiederum schaffe die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rehabilitation und gute Heilungschancen, so der Staatssekretär.