Nr. 094-3/04
Die Landesregierung nimmt die von anhaltenden Hitzeperioden insbesondere für ältere Menschen ausgehenden Gefahren sehr ernst, wie Gesundheitsstaatssekretär Richard Auernheimer heute im rheinland-pfälzischen Landtag unterstrich. Er wies gleichzeitig den von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen erhobenen Vorwurf, die Landesregierung verharmlose das Thema, entschieden zurück. Die Landesregierung könne auf eine Reihe von Maßnahmen verweisen, die insbesondere auf den Gesundheitsschutz älterer Menschen in Einrichtungen abzielten, so Auernheimer. Die Versorgung der Heimbewohnerinnen und -bewohner werde bereits jetzt durch eine gute fachliche Qualifikation des Pflegepersonals garantiert und durch die Heimaufsicht regelmäßig überprüft. Die Landesregierung habe den stationären Altenpflegeinrichtungen außerdem spezielle Empfehlungen zum Gesundheitsschutz bei Hitze zugeleitet.
Die Heimaufsicht prüft nach Angaben des Staatssekretärs - je nach Anlass und Erfordernis - ob der Flüssigkeitsbedarf der Bewohnerinnen und Bewohner in Altenpflegeinrichtungen berechnet werde, Pläne für die Flüssigkeitsaufnahme der Heimbewohnerinnen und -bewohner vorhanden seien, das Trinkverhalten und der Flüssigkeitskonsum durch das Pflegepersonal dokumentiert würden, für die Bewohnerinnen und Bewohner ausreichend unentgeltlich Getränke zur Verfügung stünden, die Zimmer angemessen temperiert seien und ausreichend qualifiziertes Personal zur Pflege eingesetzt werde. Die Heimaufsicht verschaffe sich im Einzelfall durch Gespräche und Kontakt mit den Heimbewohnerinnen und -bewohnern Eindrücke über deren Allgemeinzustand. Dieser Katalog von Überprüfungen und Maßnahmen sei selbstverständlich und in Rheinland-Pfalz seit langem Bestandteil der heimaufsichtlichen Tätigkeit.
Das Ministerium habe zudem einen Ratgeber für Seniorinnen und Senioren erarbeitet, der sich sowohl an die älteren Menschen selbst als auch an die sie betreuenden Personen richte und wichtige Empfehlungen zum richtigen Verhalten bei großer Hitze beinhalte. Auch die Landeszentrale für Gesundheitsförderung werde über das Gesundheitstelefon entsprechende Ratschläge bereithalten. Die vom Ministerium herausgegebenen Informationsmaterialien würden selbstverständlich auch im Internet publiziert und so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In Rheinland-Pfalz sollen zukünftig insbesondere die Gesundheitsämter die Bevölkerung über die besonderen Gefahren bei Hitzeperioden informieren.