Auernheimer besucht Arbeitsgemeinschaft in Neustadt

Arbeit

Nr. 046-2/05

„In der Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung in den neugebildeten Arbeitsgemeinschaften liegt der Schlüssel für eine bessere Vermittlung arbeitsloser Menschen und damit für das Gelingen der Arbeitsmarktreformen“. Dies unterstrich Arbeitsstaatssekretär Richard Auernheimer heute in Neustadt, wo er die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Weinstraße besuchte. Arbeitsministerin Malu Dreyer und der Staatssekretär besuchen derzeit einzelne Arbeitsgemeinschaften im Land, um zu sehen, wo es in der Zusammenarbeit, vielleicht auch in der Kommunikation Probleme gibt, um diese gemeinsam mit den beteiligten Partnern zu lösen.

„Land und Regionaldirektion verfolgen das gemeinsame Ziel, gute Rahmenbedingungen für die Arbeitsgemeinschaften von Arbeits- und Sozialverwaltung in Rheinland-Pfalz zu schaffen“, so Auernheimer. So habe man gemeinsam mit der Regionaldirektion eine Task-Force gebildet, um pragmatische Lösungen für Probleme in den rheinland-pfälzischen Arbeitsgemeinschaften abzustimmen und zu entwickeln. Land und Regionaldirektion seien sich einig in ihrer Rolle als Ansprechpartner für Probleme der Arbeitsgemeinschaften, so Auernheimer. Es hänge viel davon ab, dass die Zusammenarbeit funktioniere. Insgesamt bewertet der Staatssekretär die Umsetzung der Arbeitsmarktreform in Rheinland-Pfalz im Ländervergleich sehr positiv. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der rheinland-pfälzischen Arbeitsgemeinschaften und optierenden Kommunen seien mit sehr viel Engagement und hoher Motivation bei der Arbeit. Erhebliche organisatorische Herausforderungen seien unter hohem zeitlichen Druck in bemerkenswerter Weise bewältigt worden. Dies sei ein Verdienst aller Beteiligten, der Landesregierung und Regionaldirektion ebenso wie der Kommunen.

Das Land habe im Zuge der Reformen seine Arbeitsmarktpolitik neu ausgerichtet und unterstütze den Aufbau regionaler Beschäftigungsstrukturen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Partnern, insbesondere den Arbeitsgemeinschaften, erklärte der Staatssekretär. Das Land begleite und flankiere den Reformprozess und habe regionale Budgets gebildet, orientiert an der Zahl der Arbeitslosengeld-II-Bezieherinnen und -Bezieher in den Kommunen. Die Mittel in Höhe von insgesamt 18 Millionen Euro werden individuell nach dem jeweiligen örtlichen Bedarf eingesetzt, damit möglichst viele Menschen in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden können. Die Mittel würden gut in Anspruch genommen werden. Aus fast allen rheinland-pfälzischen Gebietskörperschaften lägen bereits Anträge für Projekte über insgesamt fünf Millionen Euro vor.

Dabei gehe es nicht nur um die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsgelegenheiten, sondern auch um Qualifizierungsmöglichkeiten für die betroffenen Menschen, so Auernheimer. Beispielhaft nannte er in diesem Zusammenhang berufspraktische Qualifizierungen und die Beseitigung integrationshemmender Faktoren, wie nachholender Schulabschluss oder auch Sprachkurse. Hier seien vor allem die unter 25-Jährigen eine Hauptzielgruppe.

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