Jugendliche starten dank JUMP mit Zusatzqualifikationen in die Ausbildung

„Die Arbeitslosigkeit ist im Juli in Rheinland-Pfalz weiter zurückgegangen. Dennoch sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt weiterhin spürbar“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeitsminister Alexander Schweitzer anlässlich der Bekanntgabe der aktuellen Arbeitsmarktdaten in Mainz.

Danach waren im Juli in Rheinland-Pfalz insgesamt 188.745 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 3.565 weniger als im Juni und 20.383 weniger als im Juli des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote betrug in diesem Monat 4,9 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte weniger als im Juni und 0,8 Prozentpunkte weniger als im Vorjahresmonat.

„Unser Augenmerk gilt aktuell besonders der Situation in den Regionen in Rheinland-Pfalz, die unter den Folgen der Unwetterkatastrophe leiden. Wir sind hier in engem Austausch mit allen Akteuren, vor allem mit den Agenturen für Arbeit, den Jobcentern, der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer der betroffenen Regionen“, so Dreyer und Schweitzer.

Im Hinblick auf die nach wie vor vorhandenen Auswirkungen der Pandemie betonte der Arbeitsminister, dass besonders Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz betroffen sind. In den vergangenen beiden Jahren konnten viele Angebote der Berufsorientierung nicht wie gewohnt stattfinden. „Dadurch haben Jugendliche nicht die notwendigen Einblicke in mögliche Ausbildungsberufe gewinnen können. Zudem konnten viele Jugendliche ihre Ausbildung pandemiebedingt nicht antreten oder müssen ihren Berufswunsch überdenken. Hier gilt es gegenzusteuern, damit keiner und keine verloren geht“, so Schweitzer.

Der Minister verwies auf das neue Förderprogramm JUMP – Mit Zusatzqualifikationen in die Ausbildung. Das Angebot stehe allen grundsätzlich ausbildungsreifen Jugendlichen offen und unterstütze sie dabei, nach dem erfolgreichen Schulabschluss ihre beruflichen Ziele neu zu definieren und mit Hilfe von nützlichen Zusatzqualifikationen auch zu verwirklichen.

Im Zentrum der Projekte steht das Coaching der Jugendlichen. Gemeinsam mit einem Coach arbeiten die Jugendlichen ihre Stärken, Interessen und Chancen heraus. Der Coach hilft bei der Vorbereitung von Praktika, unterstützt bei der Ausbildungsplatzsuche und bereitet die Jugendlichen intensiv auf Bewerbungsgespräche vor. Darüber hinaus besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, berufsergänzende Kompetenzen zu erwerben – seien es neue Softwarekenntnisse, der professionelle Umgang mit Social Media oder Soft Skills wie z.B. Zeitmanagement.

Sowohl das Coaching selbst als auch die individuell ausgesuchten Kurse sind für die Jugendlichen kostenlos. Ermöglicht wird dies durch die Förderung des Programms aus dem EU-Hilfsprogramm REACT-EU. Insgesamt fördert das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung im Rahmen des Förderprogramms JUMP-Mit Zusatzqualifikationin die Ausbildung 17 Projekte mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 4,5 Mio. Euro.

Alexander Schweitzer: „Viele junge Menschen sind im Hinblick auf ihren Berufsweg zurzeit orientierungslos, obwohl sie einen Schulabschluss haben und grundsätzlich ausbildungsreif sind. Das ist in dieser Form eine neue pandemiebedingte arbeitsmarktpolitische Herausforderung, auf die wir in Rheinland-Pfalz mit einem neu konzipierten Förderprogramm reagieren. Erste Rückmeldungen zeigen, dass die Projekte bisher gut angelaufen sind und die Projektträger die Jugendlichen auch erreichen.“

Jugendliche, die Interesse an einem Coaching und an Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz haben, finden unter www.jump.rlp.de eine Übersicht über Projekte in ihrer Nähe sowie die Kontaktdaten der Coaches.