Hinweise für die pflegerische Versorgung und Schutzmaßnahmen für ältere Menschen in den heißen Sommermonaten

Der Sommer ist in Rheinland-Pfalz angekommen und bringt bereits in diesen Tagen sehr hohe Temperaturen mit sich. Diese können für bestimmte Personengruppen belastend sein. „Mit ein paar Hinweisen, die helfen den Alltag an die hohen Temperaturen anzupassen, möchten wir besonders alten und pflegebedürftigen Menschen helfen, heiße Tage und länger andauernde Hitzeperioden zu bewältigen“, sagte Sozialminister Alexander Schweitzer.

Weil das Durstgefühl im Alter abnimmt, sollten ältere Menschen darauf achten, ausreichend zu trinken. Angehörige und Pflegekräfte sollten die Seniorinnen und Senioren dazu motivieren, in regelmäßigen Abständen Kräuter- und Früchtetees, Saftschorlen oder Mineral- und Leitungswasser zu sich zu nehmen. Bei Bedarf sollte entsprechende Hilfestellung beim Trinken geleistet werden.

An heißen Tagen empfiehlt sich das Tragen von leichter luftdurchlässiger Kleidung. Beim Spazieren im Freien ist das Tragen einer Kopfbedeckung und die Verwendung eines Sonnenschutzmittels unbedingt empfehlenswert. Statt luftundurchlässigen Inkontinenzeinlagen sollten Netzhosen mit Einlagen getragen werden. Um den Körper abzukühlen können Fußbäder, kühlende Waschungen oder Einreibungen – insbesondere vor dem Schlafengehen - hilfreich sein. Nachts sollten so wenige Kissen wie möglich verwendet werden. Es bietet sich an, ein leichtes Laken als Zudecke zu verwenden.

Bei den älteren Menschen sollte unbedingt auch auf Symptome geachtet werden, die auf Überhitzung hinweisen – wie Körpertemperaturen über 38° Celsius, Unruhe, Verwirrtheit und Erbrechen. Auch trockene kühle Haut bei gleichzeitiger hoher Körpertemperatur kann ein Zeichen für einen drohenden Hitzschlag sein. In Aufenthaltsbereichen sind ein entsprechender Sonnenschutz und das Aufhängen feuchter Tücher zur Reduktion der Raumtemperatur daher besonders wichtig.

Vom Deutschen Wetterdienst (www.dwd.de) wird für Gesundheitsämter und Einrichtungen zur Pflege und Betreuung älterer Menschen ein Hitzewarndienst angeboten. Dort werden über einen Hitze-Newsletter Warnungen an registrierte Nutzer versandt. Hilfreich ist auch eine Handy-Applikation des Deutschen Wetterdienstes, die warnt, wenn die erwartete Temperatur 36 Grad übersteigt, da Hitze bereits ab diesem Schwellenwert für Ältere eine extreme Belastung darstellt.

Hintergrund

Empfehlungen für Interventionsmaßnahmen bei anhaltenden Hitzeperioden können Sie auf unserer Homepage unter den folgenden Links abrufen:
Informationen zum Umgang mit Hitze für Pflegeeinrichtungen: https://s.rlp.de/s4e59
Informationen zum Umgang mit Hitze für ältere Menschen: https://s.rlp.de/3Swyv