Arbeitslosigkeit sinkt deutlich – Förderprogramm „ReStart“ verbessert die beruflichen Perspektiven von Soloselbstständigen

Die Arbeitslosigkeit ist in Rheinland-Pfalz im September weiter gesunken. „Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Allerdings sind einige Branchen immer noch sehr stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeitsminister Alexander Schweitzer anlässlich der Bekanntgabe der aktuellen Arbeitsmarktdaten in Mainz.

Danach waren im September in Rheinland-Pfalz insgesamt 104.229 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 6.202 weniger als im August und 18.293 weniger als im September des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote betrug im vergangenen Monat 4,6 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte weniger als im August und 0,8 Prozentpunkte weniger als im Vorjahresmonat.

Arbeits- und Transformationsminister Alexander Schweitzer betonte, dass sich nach wie vor die Folgen der Pandemie auf den Veranstaltungs- und Kulturbereich, auf Hotellerie und Gastronomie sowie auf weitere Branchen auswirken. „Nach der langen Zeit mit pandemiebedingten Einschränkungen ist in diesen Bereichen noch immer keine vollständige Rückkehr zur Normalität möglich, so dass die Situation für viele Unternehmerinnen und Unternehmer immer noch mit massiven geschäftlichen Einbußen, mit finanzieller Unsicherheit und einem angespannten Blick in die eigene berufliche Zukunft verbunden ist. Daher ist es wichtig, die Soloselbstständigen zu unterstützen und sie hinsichtlich einer Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells und ihrer persönlichen Kompetenzen sowie – falls notwendig – im Hinblick auf eine berufliche Neuorientierung zu beraten. Dafür haben wir das Förderprogramm „ReStart – Coaching für Selbstständige und Kleinstunternehmer“ aufgelegt.“

An dem Förderprogramm „ReStart“, das aus Mitteln des EU-Hilfsprogramms REACT-EU in Höhe von rund 3,9 Millionen Euro gefördert wird, können Selbstständige sowie Kleinstunternehmerinnen und Kleinstunternehmer mit Sitz in Rheinland-Pfalz teilnehmen, die sich aktuell vor wirtschaftlichen Herausforderungen sehen. Erfahrene Coaches erstellen zunächst gemeinsam mit den Teilnehmenden ein persönliches Kompetenzprofil und evaluieren die bisherige Geschäftstätigkeit. Darauf aufbauende Projektinhalte sind ein kaufmännisch-praktisches Coaching, eine Beratung zu Qualifizierungsoptionen, Informationen zur privaten und beruflichen Absicherung sowie eine Beratung zu Chancen einer beruflichen Neuorientierung.

„Insgesamt fördern wir derzeit 12 ReStart-Projekte, die teils landesweit ihre Leistungen anbieten, teils aber auch regional spezialisiert sind. Dies immer mit dem Ziel, die beruflichen Perspektiven der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu verbessern“, sagte der Arbeitsminister.

Selbstständige sowie Kleinstunternehmerinnen und Kleinstunternehmer, die Interesse an einem Coaching haben, finden unter www.restart.rlp.de eine Übersicht über Projekte in der Nähe sowie die Kontaktdaten der Coaches.